Wirken und Schaffen
Politisches und bürgerschaftliches Wirken
Leistungen zur Förderung der deutschen Turnbewegung
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| 1858 | Übernahme der Redaktion der
"Deutschen Turnzeitung" (bis 1864).
Unter diesem Titel erscheint noch heute das Organ des nunmehrigen
Deutschen Turnerbundes, der 2002 in Leipzig das Deutsche Turnfest
veranstaltet. |
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| 1860 |
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| 1863 | Beim 3. allgemeinen deutschen
Turnfest in Leipzig hält Goetz die Festrede.
Auf Antrag von Goetz wird nach Ideen von Justus Carl Lion (Direktor des
städtischen Schulturnens in Leipzig) die Jahn-Stiftung – eine
Pensionskasse für Turnlehrer sowie deren Witwen und Waisen – vom
deutschen Turntag in Leipzig beschlossen. |
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| 1867 | Goetz richtet in seinem Wohnhaus
das Archiv der Deutschen Turnerschaft ein, später Bibliothek der DT. Die
ständige Erweiterung sowie das erste Verzeichnis betreibt er selbst.
1922 gelangen die Bestände nach Berlin zum neuen DT-Sitz und nach dem
Krieg durch Carl Diem nach Köln, wo sich der größte Teil dieses
äußerst wertvollen Bestandes heute in der Bibliothek der Deutschen
Sporthochschule befindet. |
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| 1886 | Gründung der Stiftung zur
Errichtung deutscher Turnstätten (1906 auf Turntagsbeschluß den Beinamen
des Gründers Ferdinand Goetz erhalten).
Zweck war die Unterstützung bedürftiger DT-Vereine bei der Einrichtung
von Turnplätzen und dem Bau sowie der Einrichtung vereinseigener
Turnhallen. |
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| 1895 | Goetz initiiert die Schaffung
der Jahn-Erinnerungsstätten in Freyburg/Unstrut. Dazu gehören die
Ehrenhalle, in der das Jahnmuseum eingerichtet wird, sowie die
Jahn-Ehrenturnhalle.
Die Stadt Freyburg verleiht Goetz noch zu Lebzeiten die
Ehrenbürgerschaft. |
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| 1896 | Goetz spricht sich gegen die
Beteiligung Deutschlands an den Olympischen Spielen in Athen aus und setzt
in der DT und im Zentralausschuss für Volks- und Jugendspiele einen
entsprechenden Beschluss durch. |
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| 1913 |
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Die Maxime, mit der Goetz die Turnerschaft geleitet hat, kommt besonders
in seinen letzten Worten an seinen Nachfolger Rühl und an die Turner zum
Ausdruck: "...Leite die Turnerschaft im alten Geiste, unabhängig von oben und von unten! Ihr werdet einen schweren Kampf haben, anders wirds nicht. ...Aber das ist die Hauptsache: Nur nicht loyal werden und nur nicht abhängig! Frisch und frei bleiben von allen andern! Im übrigen wirds ja gut gehen. ...". Unter diesem Aspekt sind seine Attacken gegen die Ende des 19. Jahrhunderts entstehende organisierte und sozialdemokratisch orientierte Arbeiter-Turnbewegung sowie gegen den modernen Sport zu sehen und zu werten. Goetz war stets treu deutsch – sein bis heute überlieferter und oft Jahn
zugeordneter Leitspruch war "Herz und Hand dem Vaterland" – , aber
er war nicht unterwürfig vor höherer Macht und Staatsgewalt. Wie auch Jahn
blieb er sich selbst treu und wirkte in diesem Verständnis für die deutsche
Turnbewegung, die er von allen politischen und Fremdeinflüssen fernhalten
wollte. |
aktualisiert am: 15.02.07